Tablets am KAV-G

Im Frühjahr 2022 geht das KAV-G einen neuen Schritt in der Unterrichtsentwicklung: Beginnend mit dem Schuljahr 2022/23 werden iPads verpflichtend als Lernmittel im siebten Schuljahrgang eingeführt. Zuvor hatten die schulischen Gremien in intensiven Gesprächen den Wunsch nach und die Umsetzung einer sogenannten 1:1-Ausstattung im Klassenraum diskutiert, bei der alle Schülerinnen und Schüler Zugriff auf ein eigenes Tablet oder einen eigenen PC haben. Alle Beteiligten, Lernende, Lehrende wie Eltern sind überzeugt, dass diese Ausstattung zur Gestaltung zukunftsfähigen und zeitgemäßen Unterrichts beitragen kann.

Zuständig für die Vorbereitung und Gestaltung der Tablet-Einführung ist eine Arbeitsgruppe unter dem Titel „Schule 2025“, die Konzepte für die 1:1-Ausstattung und auch den schlussendlichen Vorschlag über die Wahl der Jahrgangsstufe und des Gerätetyps erarbeitete, die der Schulvorstand des KAV-Gymnasiums einstimmig bestätigt hat. Aber auch Regeln für einen neuen digitalen Alltag und Maßnahmen zur Unterstützung von Lehrkräften sowie Erziehungsberechtigten bei der iPad-Einführung werden in der Arbeitsgruppe formuliert und unterstützt. Rund um dieses Vorhaben ergeben sich diverse Fragen, die an dieser Stelle gesammelt und beantwortet werden.

Wie sollen die Tablets im Unterricht genutzt werden?

Die iPads werden gezielt als Lernmittel ein neues, zeitgemäßes Element im bewährten, gymnasialen Unterricht des KAV-G bilden. Dort können sie neue, differenzierte Aufgabenformate ermöglichen, als digitale Werkzeuge im Fachunterricht dienen und den reflektierten Umgang mit digitalen Medien schulen. Einen kurzen Eindruck der umfangreichen Einsatzmöglichkeiten soll das folgende Video ermöglichen:

Welche Regeln gelten für den Tablet-Einsatz in der Schule? Was müssen Familien zu Hause im Umgang mit den Tablets beachten?

Ein vollkommen überarbeitetes Regelwerk für die Nutzung digitaler Medien – also nicht nur der iPads in den vollausgestatteten Klassen – befindet sich momentan in der Erarbeitung und wird rechtzeitig zum neuen Schuljahr vorgestellt. Grundsätzlich wirken alle am Schulleben Beteiligten, also Lernende, Lehrende und Eltern, darauf hin, die eingeführten Tablets als Lernmittel im Unterricht einzusetzen bzw. deren Einsatz jederzeit zu ermöglichen.
Informationen zur Unterstützung im Umgang mit digitalen Medien außerhalb des Schulalltags stellen wir Ihnen nicht nur im Unterricht und in Begleitveranstaltungen, sondern auch im Infokasten rechts bereit.

Weitere Fragen: FAQ

Bitte klicken Sie eine Frage an, um die Antwort lesen zu können.

Können auf iPads, die über die Sammelbestellung angeschafft werden, private Apps installiert werden?

Die Installation privater zusätzlicher Apps ist mithilfe einer eigenen Apple ID möglich. Die Apple ID muss dann privat selbst organisiert werden – dies geht über den auf dem iPad verfügbaren Assistenten oder über die Apple Webseite.

Die Apple ID kann auch im Rahmen einer Familienfreigabe zur Lizenzübertragung genutzt werden. Bitte beachten Sie in diesem Falle unbedingt die Vertragsinformationen von Apple zum Thema Datenschutz, die teilweise stark von europäischen Vorstellungen abweichen. Aus genau diesem Grund werden wir im schulischen Kontext weder eine Apple ID noch die kostenlosen oder gebührenpflichtigen iCloud Angebote nutzen.

Bitte beachten Sie ferner, dass die Schule keinen Support für private Apps und ihre Daten insbesondere beim Thema Backup übernimmt. Berücksichtigen Sie auch das Ablenkungspotential privater Apps sowie dass die Nutzung privater Apps auf den Tablets in der Schule teilweise oder vollständig verboten werden kann.


Können iPads auch privat beschafft werden oder muss die Anschaffung über die Sammelbestellung erfolgen?

Geräte über die Sammelbestellung werden vom Anbieter bei Apple für die Nutzung im Landkreis Celle am Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium registriert – d.h. selbst in falschen Händen ergibt sich beim Zurücksetzen sofort eine Zuordnung zum Landkreis Celle. Dadurch wird auch die Verwaltung des iPads über ein sogenanntes MDM (mobiles Geräte-Management) sichergestellt, was neben Lizenzzuweisungen insbesondere in Prüfungssituationen verlässliche Restriktionen wie Internetsperren ermöglicht. Eine nachträgliche Installation eines MDM ist nach jetzigem Stand (!) nur mit Einschränkungen und teilweise spezieller Hardware möglich (Apple Configurator 2 für Mac), die der Schule aktuell nicht zur Verfügung steht – insbesondere lässt sich das MDM durch Zurücksetzen des iPads entfernen und die nachträgliche Installation kostet pro Gerät administrative Arbeitszeit, die ohne externen Support schwer zu garantieren ist.

Wir empfehlen daher die Anschaffung über die Sammelbestellung, sofern nicht kürzlich in der Pandemie- bzw. Distanzlern-Zeit ein geeignetes iPad im Haushalt gekauft wurde. Für solche Geräte gilt natürlich die auf allen Elterninformationsabenden gemachte vollumfängliche Unterstützungszusage innerhalb der begrenzten schulischen Möglichkeiten. Auch aus Nachhaltigkeitsgründen empfehlen wir hier keinesfalls die Anschaffung eines weiteren Gerätes.

Darüber hinaus sehen wir folgende Probleme und Einschränkungen bei privat angeschafften Geräten:

  • Je nach privat gewählter Versicherung erfolgt nur der Ersatz von Zeitwerten.
  • Abweichende Ausstattungen verführen womöglich verstärkt zu Diebstahl.
  • Die Einrichtung einer Apple-ID ist anders als auf den über den Anbieter angeschafften Geräten bei den privaten iPads zwingend nötig, was Einschränkungen beim Datenschutz bedeutet.
  • Es besteht kein Anspruch auf ein unmittelbares Ersatzgerät (Poolgerät vom Anbieter mobiles Lernen) bei technischem Defekt oder Diebstahl.
  • Es besteht kein Anspruch auf Support beim Anbieter (z.B. Hilfe beim Zurücksetzen des iPads, falls die PIN-Nummer vergessen wurde, Datenrettungsversuche nicht gesicherter Daten bei technischem Defekt).
  • Ggf. Einschränkungen bei der automatisierten Zuweisung von Lizenzen durch die Schule (in der Folge dann u.a. höhere App- oder Schulbuch-Preise und womöglich auch ein höherer privater Zeitaufwand bei der Installation).
  • Ggf. keine Nutzungsmöglichkeit des Gerätes in Abitur-Prüfungen, da eine technisch sichere Geräteüberwachung nicht gewährleistet werden kann. Das Fach Mathematik ist hierbei ausgenommen, da ein verlässlicher Prüfungsmodus hier allein durch die CAS-App sichergestellt wird.


Warum erfolgt die Einführung im Jahrgang 7 und so schnell?

Hierfür gibt es zwei vorrangige Gründe:
1. Nach Entscheidung des Landes müssen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 ab dem Schuljahr 2022/2023 mit einem „Computer-Algebra-Sytem“ (CAS) statt des bisher üblichen Taschenrechners ausgestattet werden. Dies ist ein spezielles Gerät für den Mathematikunterricht und kostet gut 150 € - ein Tablet oder Laptop ist jedoch als Alternative zulässig und aus Sicht der Lehrerschaft ein deutlich besser geeignetes Gerät, weil es fachübergreifend zum Einsatz kommen kann.
2. Während der Distanzlernphasen in der Corona-Pandemie liefen verschiedene Fortbildungsmaßnahmen und es ist ein großer Pool digitaler Materialien entstanden – die Lehrerschaft möchte diese Möglichkeiten, die als Bereicherung/Erweiterung des Unterrichts gesehen werden, gern flächendeckend nutzen, was nur mit einer 1:1-Ausstattung der Lernenden möglich ist. Aufgrund der Verpflichtung zur CAS-Anschaffung soll die Ausstattung in Klasse 7 starten und nach Möglichkeit je nach Betreuungskapazitäten und technischer Ausstattung der Schule (speziell Funknetzwerk) neben dem Hochwachsen auch anderen Jahrgangsstufen eröffnet werden.


Welche Kosten sind mit der Anschaffung der iPads verbunden?

Die für die Elternhäuser entstehenden Kosten lassen sich aufgrund der Erfahrungen anderer Schulen aktuell auf insgesamt maximal 600€ für die Nutzung in den Klassenstufen 7-10 abschätzen (Stand November 2021). Für die Oberstufe kann je nach Zustand ab Klasse 11 die Anschaffung eines Nachfolgegerätes nötig werden. Der hohe Preis beinhaltet einen Versicherungsschutz und kann alternativ auch durch Ratenzahlung/Leasinggebühren in Höhe von monatlich 15-18€ bei dreijähriger Laufzeit aufgebracht werden. Die Kosten für ein CAS (150 €, s.o.) und auch für das elektronische Wörterbuch, das üblicherweise in Jahrgangsstufe 9 angeschafft wird (160 €) fallen nun nicht mehr an. Zunehmend wird es durch Einsatz eines digitalen Endgeräts möglich sein, auch Schulbücher in digitaler Version zu nutzen. Hier befinden sich die Verlage in einem Entwicklungsprozess. Die nötigen Lizenzkosten dieser fachbezogenen Unterrichtsmaterialien und Apps entsprechen etwa den heutigen Leasingkosten von 70 € jährlich - hier sind also keine zusätzlichen regelmäßigen Kosten gegenüber dem Status Quo zu erwarten. Einmalige Lizenzgebühren für Apps zur zentralen Steuerung einiger Tabeltfunktionen, für die digitale Mappenführung etc. fallen voraussichtlich in Höhe von etwa 20 € an.


Warum werden Tablet-Computer eingesetzt?

Für den Schulalltag erfüllen Tablets mit einem digitalen Stift die von der Lehrerschaft gewünschten Anforderungen. Dieser Gerätetyp wird außerdem mehrheitlich von den bereits privat ausgestatteten Schülern erfolgreich aktuell in der Schule genutzt. Ferner liegen sehr positive Erfahrungen vieler anderer Schulen bundesweit vor. Der Unterrichtseinsatz ist dabei nicht mit dem Einsatz im beruflichen Umfeld vergleichbar, wo den Arbeitnehmern deutlich größere Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Zudem ist das schulische Umfeld nicht nur auf Produktivität ausgelegt, sondern vor allem ein nachhaltiges Erarbeiten von Inhalten. Bei der Nutzung ivon individuell vorhandenen Endgeräten in Lerngruppen, in denen bereits relativ viele Schülerinnen und Schüler ausgestattet sind, zeigen sich am KAV-G Übereinstimmungen zu Erfahrungen an anderen Schulen: Trotz der Tatsache, dass Tablets vor allem für das Unterhaltungssegment konzipiert wurden, sind die Ablenkungspotentiale nicht von denen bereits mit der Existenz des Smartphones verbundenen zu unterscheiden - die Schülerinnen und Schüler nutzen das Gerät wie Taschenrechner und Wörterbuch lediglich zum Arbeiten.


Warum werden iPads eingesetzt?

Die Arbeitsgruppe hat in einem umfangreichen Auswahlprozess die Angebote für verschiedenste Geräte von verschiedenen Unternehmen (sowohl Hersteller als auch Anbieter) eingeholt und verglichen. Nur marginalen Preisunterschieden zwischen den Geräten standen große Unterschiede auf administrativer, technischer und Software-Ebene gegenüber, die zu einer Empfehlung von Apple iPads als einheitliches Lernmittel geführt haben.


Kann auch ein bereits vorhandenes Gerät genutzt werden? Warum bedarf es einer einheitlichen Ausstattung?

Vorhandene Geräte können bereits jetzt, besonders in den höheren Schuljahrgängen, im Unterricht in bestimmten Phasen genutzt werden. Für eine einheitliche Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe sprechen aber die folgenden gewichtigen Gründe:
1. Ein Support unterschiedlicher Geräte, Betriebssysteme und Apps/Programmen ist weder von den Fachlehrkräften im Unterricht noch von der IT-Administration des KAV-G zu leisten. Bei Fragen, Fehlfunktionen und Problemen können wir so nur begrenzt Unterstützung anbieten. Dies könnte betroffene Schüler:innen benachteiligen.
2. Die Geräte müssen einen gesonderten Prüfungsmodus ermöglichen, in dem spezifische Apps/Programme in Prüfungen und Klausuren bis hin zum Abitur eingesetzt werden können. Diese Funktion ist nicht in jedem Fall gegeben. Zudem muss die Schule im Falle von Defekten in Prüfungen Ersatzgeräte vorhalten. Hier ist es natürlich von erheblicher Bedeutung, dass diese von den betroffenen Schülerinnen und Schüler in gewohnter Weise bedient werden können und zu einem erfolgreichen Prüfungsergebnis beitragen.


Widerspricht der flächendeckende Einsatz von Tablets nicht dem gymnasialen Anspruch?

Durch die Ausstattung mit einem digitalen Endgerät soll den Schülerinnen und Schülern ein zeitgemäßes Medium unmittelbar verfügbar gemacht werden (wie die Einführung von (neuen) Büchern oder Filmen in der Schule). Für die Durchführung und auch die Teilnahme am Unterricht ergeben sich dadurch eine Vielzahl weiterer (methodischer) Möglichkeiten. Zur Vermeidung von Ablenkung oder Missbrauch des digitalen Endgerätes bis hin zur häuslichen Nutzung sind daher klare Absprachen nötig, die von der Arbeitsgruppe derzeit erarbeitet werden. An der inhaltlichen Arbeit in den Fächern am KAVG ändert die Einführung einer 1:1 Ausstattung nichts - die Fachinhalte und ihr Tiefgang sind unabhängig allein durch die Fachkonferenzen festgelegt und entsprechen der Realisierung der für Gymnasien gültigen Kerncurricula des Landes Niedersachen.