AG Schule 2025

1:1 Ausstattung am KAV-G

Das KAV-G plant einen großen Schritt in der Unterrichtsentwicklung zu gehen. In intensiven Gesprächen in den verschiedenen schulischen Gremien zeichnete sich seit Wiederaufnahme des Präsenzbetriebes ab, dass der Wunsch nach einer 1:1-Ausstattung im Klassenraum (d.h. alle Schülerinnen und Schüler haben Zugriff auf ein eigenes Tablet/einen PC) zur Gestaltung zukunftsfähigen und zeitgemäßen Unterrichts entstanden ist. Bereits jetzt nutzen einige Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge im Unterricht ihr privates Tablet oder Laptop. Auf der Schulvorstandssitzung im Juli 2021 wurde die Idee thematisiert, eine 1:1-Ausstattung der Schülerinnen und Schüler des KAV-G im Schuljahr 2022/2023 in Jahrgangsstufe 7 zu realisieren. Eltern- und Schülervertreter wurden zudem auch auf der GK im November 2021 informiert; zudem hat sich auf dieser GK zur genaueren inhaltlichen Ausgestaltung im Auftrag des Schulvorstandes eine (große) Arbeitsgruppe aus Schülern, Eltern und Lehrern unter dem Titel KAVG 2025 gebildet, die Konzepte für eine 1:1-Ausstattung erarbeitet und auch Jahrgangsstufe und Gerätetyp für die Gremien auswählt (bisher ist also noch nichts entschieden). Rund um dieses Vorhaben ergeben sich diverse Fragen, die an dieser Stelle gesammelt und durch die Arbeitsgruppe beantwortet werden. Die Arbeitsgruppe ist per Mail unter schule2025@kavg.de erreichbar.

Gesammelte Fragen

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Warum soll die Einführung im zukünftigen Jahrgang 7 so schnell erfolgen?

Hierfür gibt es zwei vorrangige Gründe:
1. Nach Entscheidung des Landes müssen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 ab dem Schuljahr 2022/2023 mit einem CAS-System statt dem üblichen Taschenrechner ausgestattet werden. Dies ist ein spezielles Gerät für den Mathematikunterricht und kostet gut 150€ - ein Tablet oder Laptop wäre als Alternative zulässig und ist aus Sicht der Lehrerschaft ein deutlich besser geeignetes Gerät, weil es fachübergreifend zum Einsatz kommen kann.
2. Innerhalb des Corona-Lockdowns liefen verschiedene Fortbildungsmaßnahmen und es ist ein großer Pool digitaler Materialien entstanden - die Lehrerschaft möchte diese Möglichkeiten, die als Bereicherung/Erweiterung des Unterrichts gesehen werden, gern flächendeckend nutzen, was nur mit einer 1:1-Ausstattung möglich ist. Aufgrund der Verpflichtung zur CAS-Anschaffung soll die Ausstattung in Klasse 7 starten und nach Möglichkeit je nach Betreuungskapazitäten und technischer Ausstattung der Schule (speziell Funknetzwerk) neben dem Hochwachsen auch anderen Jahrgangsstufen eröffnet werden.


Welche Kosten sind zu erwarten?

Die für die Elternhäuser entstehenden Kosten lassen sich aufgrund der Erfahrungen anderer Schulen aktuell auf insgesamt maximal 600€ für die Nutzung in den Klassenstufen 7-10 abschätzen (Stand November 2021). Für die Oberstufe kann je nach Zustand ab Klasse 11 die Anschaffung eines Nachfolgegerätes nötig werden. Der hohe Preis beinhaltet einen Versicherungsschutz und kann alternativ auch durch Ratenzahlung/Leasinggebühren in Höhe von monatlich 15-18€ bei dreijähriger Laufzeit aufgebracht werden. Die genaue Festlegung des Gerätetyps und Ermittlung des resultierenden Preise erfolgt derzeit durch die Arbeitsgruppe. Die Kosten für ein CAS (150€ s.o.) und auch für das elektronische Wörterbuch, was üblicherweise in Jahrgangsstufe 9 angeschafft werden muss (160 €) sollen dann nicht mehr anfallen. Zunehmend wird es durch Einsatz eines digitalen Endgeräts möglich sein, auch Schulbücher in digitaler Version zu nutzen. Hier befinden sich die Verlage in einem Entwicklungsprozess. Die nötigen Lizenzkosten dieser fachbezogenen Unterrichtsmaterialien und Apps entsprechen etwa den heutigen Leasingkosten von 70€ jährlich - hier sind also keine zusätzlichen regelmäßigen Kosten gegenüber dem Status Quo zu erwarten. Einmalige Lizenzgebühren für Programme zur Mappenführung etc. fallen voraussichtlich in Höhe von etwa 10€ an.


Warum sind aktuell Tablets und insbesondere iPads im Gespräch?

Für die Kostenkalkulation ist die Betrachtung konkreter Hardware unumgänglich. Die genaue Festlegung des Gerätetyps und Ermittlung des resultierenden Preise erfolgt derzeit durch die Arbeitsgruppe. Für den Schulalltag erfüllen Tablets mit Stift die von der Lehrerschaft gewünschten Anforderungen. Dieser Gerätetyp wird außerdem mehrheitlich von den bereits privat ausgestatteten Schülern erfolgreich aktuell in der Schule genutzt. Ferner liegen sehr positive Erfahrungen vieler anderer Schulen bundesweit vor. Der Unterrichtseinsatz ist dabei nicht mit dem Einsatz im beruflichen Umfeld vergleichbar, wo den Arbeitnehmern deutlich größere Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Zudem ist das schulische Umfeld nicht nur auf Produktivität ausgelegt, sondern vor allem ein nachhaltiges Erarbeiten von Inhalten. Bei der Nutzung ivon individuell vorhandenen Endgeräten in Lerngruppen, in denen bereits relativ viele Schülerinnen und Schüler ausgestattet sind, zeigen sich am KAV-G Übereinstimmungen zu Erfahrungen an anderen Schulen: Trotz der Tatsache, dass Tablets vor allem für das Unterhaltungssegment konzipiert wurden, sind die Ablenkungspotentiale nicht von denen bereits mit der Existenz des Smartphones verbundenen zu unterscheiden - die Schülerinnen und Schüler nutzen das Gerät wie Taschenrechner und Wörterbuch lediglich zum Arbeiten.


Kann auch ein bereits vorhandenes Gerät genutzt werden? Warum bedarf es einer einheitlichen Ausstattung?

Vorhandene Geräte können bereits jetzt, besonders in den höheren Schuljahrgängen, im Unterricht in bestimmten Phasen genutzt werden. Für eine einheitliche Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe sprechen aber die folgenden gewichtigen Gründe:
1. Ein Support unterschiedlicher Geräte, Betriebssysteme und Apps/Programmen ist weder von den Fachlehrkräften im Unterricht noch von der IT-Administration des KAV-G zu leisten. Bei Fragen, Fehlfunktionen und Problemen können wir so nur begrenzt Unterstützung anbieten. Dies könnte betroffene Schüler:innen benachteiligen.
2. Die Geräte müssen einen gesonderten Prüfungsmodus ermöglichen, in dem spezifische Apps/Programme in Prüfungen und Klausuren bis hin zum Abitur eingesetzt werden können. Diese Funktion ist nicht in jedem Fall gegeben. Zudem muss die Schule im Falle von Defekten in Prüfungen Ersatzgeräte vorhalten. Hier ist es natürlich von erheblicher Bedeutung, dass diese von den betroffenen Schülerinnen und Schüler in gewohnter Weise bedient werden können und zu einem erfolgreichen Prüfungsergebnis beitragen.


Widerspricht der flächendeckende Einsatz von Tablets nicht dem gymnasialen Anspruch?

Durch die Ausstattung mit einem digitalen Endgerät soll den Schülerinnen und Schülern ein zeitgemäßes Medium unmittelbar verfügbar gemacht werden (wie die Einführung von (neuen) Büchern oder Filmen in der Schule). Für die Durchführung und auch die Teilnahme am Unterricht ergeben sich dadurch eine Vielzahl weiterer (methodischer) Möglichkeiten. Zur Vermeidung von Ablenkung oder Missbrauch des digitalen Endgerätes bis hin zur häuslichen Nutzung sind daher klare Absprachen nötig, die von der Arbeitsgruppe derzeit erarbeitet werden. An der inhaltlichen Arbeit in den Fächern am KAVG ändert die Einführung einer 1:1 Ausstattung nichts - die Fachinhalte und ihr Tiefgang sind unabhängig allein durch die Fachkonferenzen festgelegt und entsprechen der Realisierung der für Gymnasien gültigen Kerncurricula des Landes Niedersachen.